Eröffnung 1911

Am 21. Oktober 1911 wurde das Mittelfränkische Blindenheim eingeweiht. Damals waren 40 Betten vorgesehen, bereits ausschließlich Einzelzimmer. Bis zum 9. Juli 1914 waren 39 blinde Menschen aufgenommen worden, davon 22 Männer und 17 Frauen.

Nach dem 1. Weltkrieg musste das Haus komplett renoviert und erneuert werden. Vorübergehend wurde es hauptsächlich als Einrichtung für Kriegsblinde betrieben. Den Kriegsblinden galt damals die besondere Aufmerksamkeit der Verwaltung. Hier wurde auch gleich eine Rehabilitations- und AusbildungsstättErinnerungsstücke aus den Gründungstagene mit angegliedert, um die durch Kriegseinwirkung erblindeten Menschen wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Allerdings schlossen sich diese zu einer straff geführten Organisation zusammen, um ihre Anliegen selbst vertreten zu können. In letzter Konsequenz zogen sie aus dem Haus aus. Somit stand das Mittelfränkische Blindenheim wieder den Friedensblinden, wie sie damals genannt wurden, zur Verfügung. Bis zum 21. Juni 1929 wurden 135 blinde ältere Menschen im Haus aufgenommen, davon 73 Männer und 62 Frauen.

Hofrat Dr. von Forster - damals war er sowohl Vorstand der Blindenanstalt Nürnberg und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Mittelfränkischen Blindenheimes - weist in einem Artikel von 1929 darauf hin - Zitat: "Das Sein des Mittelfränkischen Blindenheims zeigt in kleinerem Rahmen, dass ein ideales Ziel erreichbar ist, nämlich für alte und fürsorgeberechtigte Menschen eine letzte menschenwürdige Heimat zu schaffen". Dies gilt auch heute noch, derzeit verfügt das Haus über 104 Einzelzimmer und mehrere Doppelzimmer.

Zum Seitenanfang